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für eine Mitarbeiter- und Kundenbegeisterung erkennst, und die Servicequalität
um ein 5-faches erhöhst."

 

Mit gesunder Führung das Sozialkapital steigern


Die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation Ihrer Mitarbeiter hängt nicht alleine von ergonomischen Bürostühlen oder flimmerfreien Bildschirmen ab. Vielmehr geht es beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) verstärkt darum, das Sozialkapital Ihrer Organisation bzw. Ihres Unternehmens durch gesundes Führen dauerhaft zu steigern.


Was so trocken klingt, bedeutet nichts anderes als die Mitarbeiter mit sozialer Kompetenz, Wertschätzung und hohem Einfühlungsvermögen zu führen. Hauptzielsetzung dabei ist, die Ziele der Beschäftigten und des Unternehmens in Einklang zu bringen – mit zahlreichen Vorteilen für alle Beteiligten.


Geistiges und emotionales Potenzial für ihren Unternehmenserfolg


Wenn wir von Sozialkapital sprechen, sollten wir uns zuerst einmal anschauen, was damit gemeint ist. Im Prinzip handelt es sich dabei um die gesamte Sozialkompetenz aller Mitarbeiter eines Unternehmens. Dazu zählen vor allem geistiges und emotionales – also immaterielles – Kapital. Sozialkapital stellt ein wertvolles Potential für den Unternehmenserfolg dar. Es beruht vor allem auf


  • einer vertrauensvollen Zusammenarbeit
  • einer guten sozialen Vernetzung der Mitarbeiter
  • einem Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit
  • uneingeschränkter Kommunikation
  • gemeinsamen Werten, Regeln und Überzeugungen
  • einer tragenden Verantwortung
  • In diesem Sinne wird Sozialkapital beispielsweise sichtbar in Vertrauensbeziehungen, funktionierenden sozialen Netzwerken, einer positiv gelebten Unternehmenskultur, effektiver Teamarbeit, Wahrnehmung sozialer Verantwortung sowie gesunder Führung. Für ein Unternehmen bzw. eine Organisation lohnt es sich in vielerlei Hinsicht, das Sozialkapital zu fördern. Im Folgenden geht es darum, warum und wie eine gesunde Führung hierauf einen wesentlichen Einfluss.


6 Hauptfaktoren einer gesunden Führung


Eine Führungskraft kann die Entwicklung eines Teammitglieds auf vielfältige Weise unterstützen. So sind bei einer gesunden Führung vor allem 6 Hauptfaktoren zu berücksichtigen:


  1. Vermittlung von Sicherheit: Dabei geht es darum, dass die Führungskraft für Transparenz sorgt. Unternehmensziele und -strategien müssen klar und verständlich vermittelt werden. Dazu tragen regelmäßige Meetings, Zielvereinbarungen und eine konsequente Führungsarbeit bei. Zudem sollte die Führungskraft kommunizieren, welche Erwartungen sie an die Mitarbeiter hat und sich regelmäßig mit den Beschäftigten austauschen.


  1. Wertschätzung und Feedback: Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen, sind weiterhin bereit, eine hohe Leistungsfähigkeit und Qualität zu erbringen. Führungskräfte können ihre Wertschätzung durch regelmäßiges Feedback ausdrücken – beispielsweise in Mitarbeitergesprächen, durch Aufmerksamkeit und Interesse für Sorgen und Wohlgefallen ihrer Mitarbeiter, auf Betriebsfeiern, durch regelmäßiges Lob, soziale Unterstützung, Prämien oder Fort- und Weiterbildungen.


  1. Adäquate Belastung: Mitarbeiter sollten im Hinblick auf Unternehmensziele und individuelle Anforderungen weder über- noch unterfordert werden. Dazu sind die zeitlichen, fachlichen und mengenmäßigen Ressourcen zu beachten. Dies wird erreicht, indem die Führungskraft regelmäßige Gespräche führt – sowohl zur Aufgabenmenge als auch zum gewünschten Ergebnis. Zudem müssen fachliche Kompetenzen sinnvoll eingesetzt und Aufgaben gerecht verteilt werden.


  1. Erzeugen von Sog statt Druck: Werden die Beschäftigten unter Druck gesetzt, entsteht häufig destruktiver Stress und damit einer der größten gesundheitlichen Risikofaktoren. Deshalb muss eine Führungskraft intrinsische Motivation erzeugen, sodass die Mitarbeiter ihre Arbeit von sich aus erledigen. Um das zu erreichen, müssen gemeinsame, sinnvolle und erstrebenswerte Ziele festgelegt sowie der innere Antreiber jedes einzelnen Mitarbeiters herausgefunden und genutzt werden.


  1. Handlungsspielräume bieten: Laut Arbeitspsychologen entstehen gesundheitliche Probleme, wenn Mitarbeiter bei ihrer Arbeit eingeengt werden – beispielsweise durch zu starke Zielvorgaben oder ständiges Einholen von Entscheidungen beim Chef. Werden dagegen die Handlungsspielräume der Beschäftigten gefördert, erhöhen sich Kreativität und Selbstwertgefühl. Dies wiederum steigert die Arbeitsleistung und negativer Stress beim Mitarbeiter wird vorgebeugt.


  1. Soziales Betriebsklima schaffen: Da der Mensch ein soziales Wesen ist, verwundert es nicht, was für ein elementar wichtiger Gesundheitsfaktor das Betriebsklima ist – für viele sogar noch wichtiger als die Entlohnung. So ist es bei einer gesunden Führung wesentlich, die sozialen Beziehungen im Team zu fördern. Das wird u.a. erreicht durch Fairness, Vertrauen, Konsequenz, Erreichbarkeit und einer offenen Kommunikation am Arbeitsplatz.


Vorteile einer gesundheitsorientierten Führung


Welchen Einfluss eine „gesunde Führung“ auf Gesundheit der Beschäftigten sowie den Krankenstand hat, wird u.a. an den Ergebnissen einer AOK-Studie ersichtlich. So führt eine schlechte Stimmung im Arbeitsumfeld bei 65 % der Beschäftigten zu psychischen und bei 67 % zu körperlichen Beschwerden. Zudem weisen Mitarbeiter, die sich am Arbeitsplatz unwohl fühlen, eine wesentlich höhere Fehlzeitquote auf – jeder Dritte war bei einem negativ empfundenen Arbeitsklima mehr als zwei Wochen im Vorjahr krankgeschrieben.


Als Ursache wird besonders häufig die mangelnde Unterstützung durch den Vorgesetzten genannt. Auch der geringe Einfluss auf die Arbeitsgestaltung spielt für 60 % der Befragten eine wichtige Rolle. Gleichzeitig war in Unternehmen, deren Betriebsklima positiv bewertet wurde, nur jeder sechste Arbeitnehmer mehr als zwei Wochen krank.


Wie gesundes Führen das Sozialkapital steigert, zeigt auch eine Studie der Universität St. Gallen:


  • 54 % stärkere Identifikation von psychisch gesunden Mitarbeitern mit der Firma
  • 30 % größere Zufriedenheit der Mitarbeiter
  • 15 % höhere Unternehmensleistung mit mental gesunden Mitarbeitern


Gesund geführte Organisationen bzw. Unternehmen steigern Umsatzzahlen und fördern die Mitarbeiterbindung. Gerade Letzteres sollte ein Hauptziel der gesunden Führung sein. Denn wenn sich Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber verbunden fühlen, wird aufkommende Unzufriedenheit und innerer Kündigung vorgebeugt, da auch eine emotionale Bindung sowie Loyalität gegenüber den Kollegen und der Firma bestehen. Aus alldem entstehen zufriedene Mitarbeiter, die optimale Leistung erbringen und dem Unternehmen langfristig erhalten bleiben.


Praktische Umsetzung „gesunder Führung“


Um eine gesundheitsorientierte Führung in Unternehmen und Organisationen erfolgreich umzusetzen, ist die Mitwirkung aller Beteiligten erforderlich. So müssen Betriebsführung und TOP-Management entsprechende finanzielle und organisatorische Rahmenbedingungen schaffen:


  • Führungskräften sollten beim Thema „gesunder Führung“ eine umfassende Aus- und Weiterbildung ermöglicht werden.


  • Bei Bedarf kann eine Mitarbeiterbefragung im Unternehmen durchgeführt werden, um den bisherigen Stand zu ermitteln.


  • Die Analyse und Beratung gesundheitsorientierter Führung durch einen geschulten, externen Dritten kann sich ebenfalls als sinnvoll erweisen.


  • Außerdem sollten soziale Beziehungen in Teams durch Unternehmen gefördert werden – beispielsweise durch Betriebsfeiern und andere Aktivitäten.


  • Die Rechte der Beschäftigten sollten so ausgerichtet sein, dass Partizipation gefördert und Entscheidungen im Team getragen werden.


  • Den Mitarbeitern sollten in Workshops der förderliche Zusammenhang zwischen einer offenen und empathischen Kommunikation im Team und dem BGM vermittelt werden.


  • Weitere BGM-Maßnahmen wie ergonomische Arbeitsplätze, regelmäßig organisierte Gesundheitsschecks und Ähnliches zeigen Ihre Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und stärken deren Bereitschaft zur Mitwirkung.


Die Aufgaben einer Führungskraft ergeben sich aus den o.g. 6 Hauptfaktoren bezüglich einer­ gesunden Führung. Zudem sollte ein Vorgesetzter in der Lage sein, frühzeitig gesundheitliche Warnsignale bei seinen Mitarbeitern zu entdecken. Zusätzlich benötigt eine Führungskraft sensible Antennen für anbahnende Konflikte innerhalb eines Teams, um diese frühzeitig anzusprechen und aufzulösen. Für all diese Situationen gilt es, Gespräche mit Fingerspitzengefühl zu führen, sich dabei ausreichend Zeit zu nehmen und gut zuzuhören.


Der Erfolg einer gesunden Führung hängt u. a. davon ab, ob Mitarbeiter aktiv in Prozesse eingebunden werden und ihnen eine gestaltende Rolle zugeteilt wird. Zudem sollten Mitarbeitern ermöglicht werden, an Rahmen einer gesunden Führung durchgeführten Maßnahmen sich freiwillig zu beteiligen. Denn Druck bzw. Zwang verstärken eher eine ablehnende Haltung. Außerdem sollten die Einstiegshürden möglichst niedrig gehalten werden und der Vorgesetzte behutsam bei der Einführung neuer Führungsmethoden vorgehen.


EMPFHEHLUNG: https://www.leaders-academy.com/lp/video-der-woche

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